Honigbienen und Wildbienen – aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Beiden? Für die wertvollen Tiere, basteln wir diesmal ein Bienenhotel gemeinsam.

Honig kann vielseitig verwendet werden und schmeckt fast Jedem. Egal ob als Brotaufstrich, als Süßungsmittel für diverse Heißgetränke oder zum Abschmecken von rustikalen Speisen. Honig ist das beliebteste Lebensmittel und so vielseitig einsetzbar.

Der Honig den wir kennen und lieben stammt von den – wie der Name es zu erkennen gibt – den Honigbienen.
Honigbienen leben in Schwärmen und bilden Staaten. In jedem Bienenvolk gibt es 1 Königin (das einzige geschlechtsreife Tier im Volk), die Drohne und die Arbeiterin.

Bienenkönigin – In jedem Bienenvolk gibt es nur 1 König, sie ist die Einzige die Eier legt und für den Fortbestand des Bienenvolkes verantwortlich ist. Es dauert 16 Tage bis sich neue Bienen entwickeln. Alle Bienen besitzen das gleiche Erbgut. Aber wie kommt es, dass Bienenköniginnen größer sind als die Arbeiterbienen? – Das liegt an der unterschiedlichen Nahrung, dass die beiden Arten bekommen. Denn Königinnen bekommen bis ins Erwachsenenalter hin „Gelée royale“ – einen speziellen Bienensaft. Die Arbeiterinnen bekommen diesen Saft nur die ersten Tage und werden dann nur noch mit Pollen und Nektar gefüttert. Nach spätestens 5 Jahren kommt es zum Machtwechsel im Bienenvolk – die Königin stirbt.

Die Arbeiterin – Die meisten dieser Tierchen sind weiblich. Nach der Schlupfzeit von 21 Tagen fangen Sie sofort an mit der Arbeit – daher auch das Sprichwort „fleißig wie eine Biene“. Die erste Arbeit der jungen Arbeiterbienen besteht aus der Säuberung der Wabenzellen. 6 Tage später ist sie für die Fütterung der Larven und der Königin zuständig, ein paar Tage später hilft sie auch schon beim Bau der Bienenwaben. Im Anschluss ist sie Wächterin des Bienenstocks und verteidigt diesen. Den Rest ihres Lebens sammelt sie Nektar, Pollen und Wasser und ist somit zuständig für die Produktion des Honigs.

Die Drohnen – So bezeichnet man die männlichen Bienen, sie schlüpfen meistens im Frühsommer aus den unbefruchteten Eiern der Bienenkönigin. Die Aufgabe dieser Drohnen ist es, die Bienenkönigin zu umbuhlen. Es dauert von der Schlupfzeit ca. 2 Wochen bis die Drohnen geschlechtsreif sind. In ihrem restlichen Leben verlassen die Drohnen den Bienenstock und paaren sich mit jungen Bienenköniginnen, worauf hin sie sterben. Falls es vorkommt, dass eine Drohne im Herbst noch lebt, dann wird sie aus dem eigenen Bienenstock gejagt und stirbt ebenfalls.

Im Gegensatz dazu sind Wildbienen Einzelgänger. Die Weibchen sind alleine für den Nestbau zuständig – und das mit Erfolg! In ihrem nur kurzen Leben, 4 bis 8 Wochen, baut sie 4 bis 30 Brutzellen und versorgt die Larven mit allen wichtigen Nährstoffen, die die Larven zum Heranwachsen brauchen.
Gerade für Wildbienen müssen wir Menschen den Artbestand der Pflanzenwelt erhalten, denn 30% aller Wildbienen benötigen eine ganze bestimmte Pflanzenfamilie mit bestimmten Pollen, um ihren Nachwuchs richtig zu versorgen.

 

 

 

 
Genau für diese Art der Bienen bauen wir ein Bienenhotel!
Was benötigen wir dafür?

  • 1 Blechdose
  • Bambus
  • Füllmaterial, wie Zweige, Heu, Moos, Zapfen
  • Draht zum Aufhängen
  • bunte Wolle
  • Stoff, Holzkugeln, Knöpfe zum Dekorieren
  • Schere
  • Klebstoff

Das Basteln der Bienenhotels benötigt etwas Zeit, aber dafür könnt Ihr euch danach noch lange daran erfreuen:

Schritt 1: Ihr nehmt die Blechdose und umwickelt sie abwechselnd mit gelber und schwarzer Wolle, sodass die aussieht wie eine Biene.

Schritt 2: Vorsichtig macht Ihr ein Loch in den Boden und fädelt ein Stück des Drahtes durch – dieser wird am Ende genutzt, um das fertige Bienenhotel aufzuhängen.

Schritt 3: Die Beinchen – Hierfür schneidet Ihr Stücke des schwarzen Fadens so ab, dass Ihr ihn einmal um die Dose herumfädeln könnt und einen Knoten machen. Das Ganze macht Ihr 6 mal – für 6 Beinchen. Wenn alle Enden gleich lang sich befestigt Ihr noch Holzkügelchen dran, so hat eure Biene auch Füßchen.

Schritt 4: Das Füllmaterial: Die Zweige schneidet ihr so kurz, dass sie genau in die Dose passen. Im Anschluss könnt Ihr diese hineingeben, und dazu auch noch Zapfen, Heu und Moos. So haben die Wildbienen ein herrliches Zuhause. Nun müsst Ihr nur noch aus den Filzstoffen Kreise ausschneiden und draufkleben, dann ist euer Bienenhotel auch schon fertig.

Am Besten sucht Ihr für euer Bienenhotel einen ruhigen Platz im Garten, wo sie brühten können.
Viel Spaß beim Beobachten der Tierchen!

 

 

 

P.S.: Noch mehr solcher Bastelideen können die Kinder bei uns im Hotel, im Bambi Club erstellen!